Archiv für den Monat: Juni 2015

Grundsätzlich zum Thema Euro

Eigentlich ist der Euro ja ein Spaltpilz für Europa und man sollte ihn wieder
abschaffen damit man sich im europäischen Haus endlich wieder auf das
wesentliche konzentrieren kann, aber dazu fehlt ja derzeit der politische Mut.

Hier mal ein Link zum Thema Konstruktion des Euro und die Folgen :

http://www.wiwo.de/politik/europa/europaeische-union-grexit-brexit-frexit-/11980226.html

Spätestens wenn die Briten aus Europa aussteigen sollte Deutschland die D-Mark als Parallelwährung wieder einführen.

BBC lag halb falsch – was macht die EZB ?

Als ich die Meldung gelesen habe das die EZB die ELA Kredite verlängert hätte ich am liebsten gekotzt , dann kam mir der zweite Gedanke dazu der hier auch beschrieben ist , verlängert heißt nicht ausgeweitet ! Jeder Euro der jetzt in Griechenland abgehoben wird erhöht die konkrete Pleitegefahr für die schon de facto pleite gegangenen Banken. Das ist zumindest besser als nichts . Spätestens Mittwoch morgen muß Draghi dann aber die Reißleine ziehen weil dann der IWF wahrscheinlich aussteigt und dann ist Griechenland offiziel zahlungsunfähig.

http://www.welt.de/wirtschaft/article143200123/EZB-setzt-griechische-Regierung-unter-Zugzwang.html

BBC berichtet EZB wird heute den ELA Stecker ziehen

So wie es sich hier in dem Bericht liest wird die EZB möglicherweise heute die ELA  Hilfen an die griechischen Banken einstellen. Da die EZB derzeit tagt wird sich herausstellen was an diesem Bericht war ist  Sollte die EZB die ELA Hilfen wird Griechenland schon Montag ganz andere Probleme haben als ein sinnloses Referendum vorzubereiten. Spiegel online zur Folge – der auch die BBC  zitiert- wird Griechenland Montag Kapitalverkehskontrollen einführen.
Verspricht eine spannende Woche zu werden. So oder so die Griechenlandkrise zwingt Europa über seine bisherigen Strukturen und die Währung nachzudenken. Gut möglich das diese Krise die Geburt eines europäischen Bundesstaates ist .

http://www.bbc.com/news/world-europe-33303105

Normalzustand Euro Krise / Meyer in der FAZ

Ich gebe zu ich habe mich geirrt, und ich bin froh darüber. Würde die Europolitik Griechenland Aufschub für das Referendum gewähren, würde sie den Rest der noch vorhandenen Glaubwürdigkeit endgültig verschenken. Egal wie das jetzt mit Griechenland weiter geht , dies ist nur der Auftakt im Drama um den Euro. Denn auch wenn Griechenland aus dem Euro ausscheiden sollte und wie die Finanzminister das Kunststück hinkriegen wollen Griechenland im Euro pleite gehen zu lassen haben sie noch nicht schlüssig erklärt, sind die Probleme mit dem Euro noch nicht vom Tisch.

Meyer stellt diese dar , sie sind die Geburtsfehler einer Währung ohne Staat.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/mayers-weltwirtschaft/mayers-weltwirtschaft-normalzustand-euro-krise-13671621.html

Volksabstimmung Griechenland / Spiegel online

Tsipras zieht wieder ein Kaninchen aus dem Hut und es gehört zu der Rasse der Konkursverschleppungskaninchen.  Netter Trick, die Griechen sollen darüber abstimmen ob sie weiter Geld aus dem Eurotopf abziehen wollen. richtig gelesen nicht die Gläubiger stimmen darüber ab ob sie weiter Geld nach Griechenland pumpen, sondern die Griechen stimmen darüber ab ob sie das Geld überhaupt wollen und natürlich die Sparmaßnahmen.

Tsipras zockt weiter. Können tut er das nur weil Mario Drogi die griechischen Banken mit EZB Geld vor dem Konkurs bewahrt. Das Griechenland bis zur Abstimmung keine Kapitalverkehrskontrollen einführen will soll, dazu führen das die Griechen ihre Konten zu lasten der EZB leerräumen und die EZB das nach Griechenland gepumpte ELA Geld abschreiben muß.
Nochmehr Schulden also die nie zurück gezahlt werden und die in Europa landen. Räumen die
Griechen die Konten komplett leer wären das so ungefähr 100 Milliarden Euro oder  etwas mehr.

Bleibt der IWF bei seinem Ultimatum bezüglich der Rückzahlung zum 30.6, so ist wie der Spiegel
online im unten verlinkten Artikel aufzeigt, am 1.7. um 7.00 Uhr Schluss mit lustig und Griechenland ist offiziel pleite. Dann kann auch Super Mario kein Geld mehr nach Griechenland pumpen da es dafür keine „Sicherheiten“  mehr gibt. Man kann im Interesse der Gläubiger nur hoffen das Lagarde hart bleibt und nicht noch für 2 Monate Aufschub, gewährt was sie theoretisch könnte.

Auf die offizielle Reaktion der europäischen Staats – und Regierungschefs darf man gespannt sein , ich rechne mit irgendeinem windelweichen Mist und viel Verständnis für demokratische Abstimmungen blabla,
Fakt ist Tsipras hätte schon viel früher das griechische Volk ins Boot holen können, so er es denn tatsächlich gewollt hätte.
So ist es nur ein weiterer Winkelzug eines schmierigen Politikers der in keinster Weise bereit ist
Verantwortung zu übernehmen, weder für die Schulden Griechenlands noch für seine erpresserische Politik . Die Chancen das er damit durchkommt stehen gut, denn die Bürger
Nordeuropas werden derzeit von Politikern regiert, die unter dem Deckmäntelchen der Griechenlandrettung, alles tun um ihre eigenen Ärsche zu retten.
Damit gleichen sie im Prinzip Tsipras, auch sie wollen dem Wähler nicht erklären müssen das
sie  komplett versagt haben und das Geld für Griechenland auf immer weg ist.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/referendum-in-griechenland-tsipras-gefaehrliches-kalkuel-a-1040980.html

In den nächsten Blogs wird es wieder mehr um Geld und den Umgang damit und weniger um Griechenland gehen. Jeder muß halt sehen das er unter den entsprechenden Rahmenbedingungen die die Politik setzt, das beste aus seinen Finanzen macht.
Die europäische Politik müht sich ja nach Kräften einem dies schwer zu machen. Konten
werfen keine Zinsen ab , Staatsanleihen seriöser Länder auch nicht und wenn die Inflation anzieht wird es eng. Ich werd hier das was ich in der Presse dazu finde posten , jeder muß selbst seine Strategie finden mit dem Dilemma umzugehen.

Weidtmann zu ELA

DIe griechischen Banken sind eigentlich tot , nur die Kredite der EZB halten
sie noch am Leben. Weidtmann hat sich dazu geäußert und noch zu ein
paar anderen Dingen , insbesondere auch dazu das Banken für Staatsanleichenin ihrem Depot keine Sicherheiten hinterlegen müßen.
Die Kritik an der Verstrickung zwischen Banken und Staaten ist duchaus berechtigt.

http://www.faz.net/aktuell/finanzen/griechenland-krise-weidmann-verurteilt-ela-notkredite-13668307.html

Das Problem ist sowohl Weidtmann als auch Schäuble sind nur noch Statisten in dem
Schmierendrama um Griechenland, sie dürfen von der Seitenlinie meckern aber zu
sagen haben sie nix.
Man kann nur hoffen das Tsipras „stark“ bleibt , will heißen sich konsequent so schwachsinnig
weiter verhällt wie bisher. Das ist die einzige Chance auf einen Grexit. Wenn Angela Merkel
könnte wie sie wollte würde sie Tsipras das Geld persönlich in die Taschen stopfen und ihn
damit nach Hause schicken.
Bisher war mein Eindruck das vordringlich die Griechen meinen sie hätten nix mehr zu verlieren, langsam sieht man aber das durch diese Haltung eine Chance für die europäischen
Staats – und Regierungschefs entstanden ist.

Der Witz an der Sache ist wenn das Ding vor  die Wand fährt und Griechenland endlich
rausfliegt, können die EU Geisterfahrer ohne Probleme mit dem Finger auf Griechenland
zeigen und sagen die wollten sich nicht einigen. Das macht im Zweifel zu Hause die Erklärung
einfacher warum das Geld endgültig weg ist. Letzteres sollte eigentlich inzwischen auch der
letzte kapiert haben weil das in der Presse schon rauf und runterkommuniziert wurde.

Das die Griechen rausfliegen glaube ich erst wenn ich es sehe zu sehr ist Frau Merkel
auf dem what ever it takes Kurs das sie nicht noch in letzter Minute eine Druckbetankung
des griechischen Staates mit europäischen -deutschen – Steuergeldern erzielt.
Auch Frau Merkel dürfte wissen das die Schulden der meisten Staaten – auch Deutschlands-
sich nur noch über eine saftige Inflation auf Kosten der Bürger beseitigen lassen.
DIe Politik der EZB im Zuge der Griechenlandkrise kommt ihr da gerade recht.

Der faulige Gestank des Kompromisses

weht schon jetzt durch Brüssel.  Es ist der Geruch der entsteht wenn Europolitiker mal wieder den Euro „retten“ und damit nur weiters Geld aus dem Körper des Euro abzusaugen um es dem maroden Griechenland zu infundieren.
Die Europolitiker bringen zwei Patienten um um keinen zu retten. Die Rettung gilt nicht Griechenland sondern dem Amt an dem sie kleben. Jeder Kompromiss den man schließt bedeutet die Verhinderung des Offenbarungseides gescheiterter Europolitik und die Verlängerung der eigenen Amtszeit.
Dazu läßt man die letzten ohnehin schwindsüchtigen Prinzipien fahren und zwingt Europa ein Kind mit der Fratze von Varoufakis zur Welt zu bringen.
Dann wird das ganze dem Publikum als harte Verhandlungen und historische Einigung verkauft und man freut sich gemeinsam über die Rettung des Euro.
Die linke Presse wird jubilieren und den Sieg der Vernunft über dier Austerität verkünden.

Tatsächlich wird jeder Kompromiss der mit Griechenland nur eins sein nämlich Konkursverschleppung. Man wird noch mehr Geld nach Griechenland pumpen und die Auszahlung des jetztigen Hilfspaktes ist der Vorläufer des nächsten.

Die Folgen sind klar die Börse macht einen Freudensprung und der Euro gewinnt kurzfristig ein
wenig um langfristig endgültig den Bach runter zu gehen. Draghi als Vorsitzender des Club Med hat es geschafft auf den Trümmern der Vertragtreue entsteht der wahre Euro die Lira.

Die schwachsinnige Linke feiert wie blöd, weil sie nicht kapiert das der Weicheuro und eine Inflation die sich gewaschen hat auch ihren Wohlstand fressen wird.

Die stets angestrebte Gleichheit wird erreicht in Gleichheit in Armut. Es wird Ausnahmen geben sicher, aber das sind die Wagenknechts, Lafontaines und Gabriels die Linken die mit ihrer Politkarriere die Karre in den Dreck gefahren haben müssen sich keine Sorgen machen sie sind versorgt wenn der Wohlstand dieser Gesellschaft den Bach runter geht.

All das wird passieren wenn man sich heute einigt und die Chancen für Tsipras und Konsorten
stehen gut. Denn alle die nach Brüssel fahren eint eine Tatsache sie wollen um jeden Preis an der Macht bleiben.

Die Angela und Mario Show / Meyer in der FAZ

Gut gemeint ist oft das Gegenteil von gut gemacht. Dieses und schlimmeres fällt einem ein, wenn man den Dilettantenstadel unter Merkels Diktum scheitert der Euor scheitert Europa,  agieren sieht.
Frau Merkel bringt Europa nicht voran sondern reduziert es auf den Symbolismus des Euro.
In beständiger Schockstarre verharrend nur noch auf den Euro fixiert , beschränkt sich die
europäische  Politik ausschließlich auf die vermeindliche Rettung dieser vermurksten Währung.

Der einzige Weg aus dieser Krise ist die Griechen ziehen anstatt sich weiter von Ihnen  erpressen zu lassen. Solange man krampfhaft versucht Staaten wie Griechenland zu retten ist man ein Gefangener und Getriebener der Schuldner.
Tsipras und Konsorten wissen das und setzen darauf, sie führen die Europolitiker am selbst
geschaffenen Nasenring der what ever it takes Politik durch die Arena.
Griechenland ziehen zu lassen ist sicherlich mit Risiken verbunden, aber dies ist nichts verglichen mit dem Verlust der Glaubwürdigkeit in Bezug auf Vertragstreue innerhalb Europas.

Kommt man den Griechen auch nur ein Jota entgegen und schließt wieder einmal einen Vertrag zu deren Gunsten und etwas anderes kann eine vertragliche Vereinbarung mit den Griechen nie sein , dann vernichtet man Europa von innen heraus.
Die Verträge auf denen Europa basiert wurden schon jetzt so oft gebrochen das kaum einer ihnen noch Glauben schenkt. Jede vertragliche Vereinbarung mit Griechenland wäre hier der
Todesstoß für den Rest der Glaubwürdigkeit Europas.

Sigmar Gabriel und Angela Merkel spielen mit ihrem hirnlosen Geschwafel  darüber Griechenland – implizit um jeden Preis – im Euro zu halten den schamlosen Erpressern aus
Athen nur in die Hände.
Den lauwarmen Äusserungen Merkels und Gabriels der letzten Tage über einen möglichen Grexit, folgten direkt wieder die üblichen Bekenntnisse Griechenland unbedingt retten zu wollen.
Schlechter kann man nicht pokern. Man müßte es auch nicht, wenn man einer klaren Linie
des bis hierhin und nicht weiter folgen würde, aber genau das nimmt den Europolitikern keiner mehr ab, die Griechen am allerwenigsten.
Die EZB hätte schon längst den Stecker ziehen können, sie versorgt aber fröhlich weiterhin die
griechischen Banken mit Liquidität obwohl diese schon längst pleite sind.

Es ist erschreckend das man als Nordeuropäer auf das eigentlich offensichtliche hoffen muß nämlich das die Griechen gar keine Einigung wollen. Meine letzte Hoffnung für Europa ist,
dass die griechische Regierung mit ihrem Konfrontationskurs bis zum letzten Moment
weiter macht und damit eine Kompromiss verunmöglicht.
Denn jedes Kaninchen das die Europolitiker Montag Nacht womöglich zur Rettung der Griechen noch aus dem Hut ziehen wird die häßliche dauergrinsende Fratze von Varoufakis tragen.

Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie das ausgerechnet die großkotzigen, dauerpöbelnden
Regierungsdarsteller aus Athen letztendlich durch ihre kompromisslose Haltung den Euro
retten könnten, in dem sie den Rauswurfs Griechenlands provozieren. Sollten Sie die in Brüssel
degenerierten Politschlaffis der Eurozone wirklich zu einer gemeinschafltichen harten Haltung
die Griechenland aus dem Euro befördert zusammenschweißen,  möchte ich mich schon im voraus dafür bedanken. Soweit ist also schon gekommen Kamikaze Griechen müssen Europa retten.

Hier nun der Link zum dem Artikel von Meyer in der Welt :

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/mayers-weltwirtschaft/mayers-weltwirtschaft-die-angela-und-mario-show-13658180.html