Archiv für den Monat: August 2015

irrationaler Goldpreis

Der Goldpreis folgt anscheinend keinen nachvollziehbaren Regeln. Die
einzige Ausnahme ist scheinbar eine galoppierende oder eine Hyperinflation
dann steigt er wohl auch wie erwartet.

Derzeit sind ja alle bearish in Bezug auf den Goldpreis. Manche sehen dies
als gutes Zeichen für den Einstieg. Im Internet geisterten Prognosen von
850 $ und weniger für die Unze herum.
Ich habe das hier aufgegriffen und übernommen. Derzeit scheint sich der
Preis aber über der 1000$ Grenze zu halten.

Das Problem mit Gold ist das es für den Preis keine sichere Kalkulationsgrundlage
gibt. Es hat nahezu keine Bedeutung als Industriemetall und wirft keine Zinsen
ab. Man ist also darauf angewiesen das es aus , meist nicht nachvollziehbaren
Gründen,  im Preis steigt.

Der letzte „Grund“ für den kurzfristigen Anstieg war das China seine Währung
abgewertet hat. Angst hat man bezüglich eines ZInsanstieges in den USA,
wobei von der Front auf mittelfristige Sicht eher kein Ungemach droht.
Wenn überhaupt wird sich die FED zu einem symbolischen ZInsschritt hinreissen
lassen und das wars dann auch.

Ich kenne auch den Zeitpunkt wann die FED die Zinsen nachhaltig steigen läßt,
nämlich dann wenns zu spät ist und die Inflation schon derart an Dynamik
gewonnen hat das sie nicht mehr zu stoppen ist.

Physisches Gold halte ich für eher langweilig , eine Verdopplung des Preises
mag zwar manchen Goldfuzzi in Ekstase versetzen aber das und mehr kriegt
man auch mit Aktien hin.

Goldminenaktien sind etwas für Zocker, derzeit sind viele Minen bei den jetzigen
Preisen an der Rentabilitätsgrenze. Wenn es noch weiter runter geht wird
ein noch stärkerer Konzentrationsprozeß in der Branche einsetzen.
Viele der Minen sind bis an die Halskrause verschuldet und versuchen gerade krampfhaft ihre Kosten zu senken und umzustrukturieren.
Schulden abbauen gelingt denen bei diesen Preisen nur bedingt bis garnicht, zumal
viele von denen trotz der beschissenen Zeiten auch noch – wenn auch nur marginal-
Dividene zahlen um die wenigen verbliebenen Aktionäre bei der Stange zu halten.

DIvidenzahlungen wenn einem das Wasser bis zum Hals steht und man auf Teufel
komm raus Kosten reduzieren muß , halte ich für schwachsinnig. Das Geld wäre
in einem forcierten Schuldenabbau besser untergebracht.
Die derzeitige Niedrigzinsphase wird nicht ewig dauern und die Minenbetreiber täten
gut daran die Zeit zur nachhaltigen Schuldensenkung zu nutzen.

Physische Gold wird , aus welchem Grund auch immer, wahrscheinlich nie vollkommen
wertlos aber als Anlageobjekt taugt es in Bezug auf die mögliche Rendite nicht.

Die Minenbetreiberaktien hebeln im Prinzip den Goldkurs, hier droht aber auch das
Risiko des Totalverlustes bei Pleite der Gesellschaft und irgendwie leben die ja mit
dem ständig kreisenden Pleitegeier über dem Kopf.

Gold im Tresor ist aus Renditesicht nutzlos und die Aktien der Minenbesitzer sind eine Wette für Zocker, wo ein theoretisch hoher Gewinn bei steigenden Goldkursen,
der mögliche Totalverlust gegenüber steht.

Griechenlandwahnsinn reloaded

Hier mal noch ein zusätzliches kleines Haftungsschmankerl :

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/mayers-weltwirtschaft/mayers-weltwirtschaft-haften-fuer-griechenland-13740452.html

Die Griechen werden mutmaßlich solange gerettet bis die nächsten Wahlen in Deutschland
und Frankreich über die Bühne sind und in Deutschland die Legislaturperiorde auf 5 Jahre
verlängert wurde.

Ich frage mich was schnelle verfällt der Wert des Euro oder die Restglaubwürdigkeit der politischen Kaste die uns noch tiefer in die Scheiße reitet.

Marx hat geschrieben Religion sei Opium fürs Volk, heutzutage ist es das wie blöd gedruckte Geld das die Sinne der Menschen benebelt: Scheinreichtum bis zum abwinken fehlt nur noch der nahezu zinslose Kredit um die Blase noch nen Stückchen weiter aufzudenen.

Besoffen sein ist für gewöhnlich nur bis zum aufwachen lustig. Aber wen interessiert das schon wenn die Party noch läuft.

Der perfekte Sturm

Wenn man sich die Meldungen zu den Lebensversicherungen die ich hier gepostet habe und in Kombination mit einer möglichen galoppierenden Inflation und einem anschließeden Zinsanstieg ansieht, so handelt es sich dabei für den Durchshnittsbürger um den perfekten Sturm in finanzieller Hinsicht.

Eine Inflation entwertet nicht nur Rentenansprüche , gleichzeitig wird auch noch das angelegte Geld – zumindest bei der üblichen konservativen „Geldanlage“ vieler Deutscher in Lebensversicherungen , Sparbuch und Bargeld, geschleift. Das wird ziemlich bitter.

Wer nach dem sich abzeichnenden Desaster noch über 50% des angelegten Vermögens verfügt wird sich glücklich schätzen dürfen. Vielen wird am Ende dieser vom Wahnsinn getriebenen Euro- und Staatenrettung ein Ausmaß an Armut drohen das sich nur noch die Kriegsgeneration
ausmalen kann. Und sie sehen sich dann einem Staat gegenüber der keine Resourcen mehr für
Sozialpolitik hat.
Und das ganze findet statt in einer überalternden Gesellschaft die über Jahrzehnte sich gegen eine vernünftige EInwanderungspolitik gewehrt hat. Das wir sehr unschön.

Derzeit spielt die Kapelle noch auf der Titanic und alle feiern ein rauschendes Konsumfest in der schwachsinnigen Überzeugung das es immer so weiter geht.

Die niedrigen Zinsen verleiten dazu sich zu überschulden für Dinge die man nicht braucht.
Und wer die niedrigen Zinsen im Immoblienbereich nicht auf Jahrzehnte festgeklopft hat , bei gleichzeitig hoher Tilgung der wird in 10 Jahren bei der Refinanzierung ziemlich unter Wasser
sein. Wenn dann die Immobilienpreise in einem höheren Zinsumfeld in den Keller rauschen dürfte so einigen der Fall drohen das die Hypothek des Hauses den Beleihungswert übersteigt.

Wir gehen stürmischen Zeiten entgegen wohl dem der dann keine Schulden und möglicherweise noch verwertbare Rücklagen hat.

Feiert schön , ich zieh mich derzeit schonmal warm an.

Und noch mehr Ärger für die Kapitallebensversicherung

Die Kapitallebensversicherung war ja mal des Deutschen liebstes Kind. Das war immer schon ziemlich sinnfrei. Nun droht weiteres Ungemach, sollten die Zinsen wieder anziehen und wo soll der Zins denn noch hin wenn er bei fast Null ist, dann wirds schnell eng für manchen Lebensversicherer.
Aus meiner Sicht sollten dann auch Bewertungsberichtigungen in der Bilanz vogenommen werden müßen da die Staatsanleihen bei steigenden Zinsen im Kurs fallen.

Es droht dann für viele , wahrscheinlich insbesondere für die Generartion der heute 50 jährigen,doppeltes Ungemach. Sollte nämich einem Zinsanstieg eine beschleunigte Inflation voranggehen bei der sich der Staat entschuldet werden nicht nur die Pensionsansprüche schrumpfen der anschließende Zinsanstieg killt dann auch noch die Solvenz so mancher Lebenversicherung und dann wirds richtig finster. Nicht nur weniger Rente durch Inflation
sondern auch noch weniger Kohle aus der Lebensversicherung na dann viel Spaß.

Das kommt halt dabei raus wenn der Staat , wie zumindest in der Vergangenheit geschehen,
die Menschen über steuerliche Anreize in ein schwachsinniges Prodkukt wie Kapitallebensversicherungen lockt und gleichzeitig die Versicherungskonzerne in „sichere“ aber fast nicht mehr verzinste Staatsanleihen drängt.

Und irgendwelche Mittel für Rettungs- oder Stützungsaktionen hat der bis an die Halskrause verschuldete , Euro – und Griecheland rettende Staat dann auch nicht mehr.

Hier der Artikel :

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/bundesbank-steigende-zinsen-koennten-lebensversicherer-ruinieren-a-1047257.html

Und hier in Ergänzung ein Artikel der sich auf eine Einschätzung  des IWF zu dem
entsprechenden Thema bezieht:

http://www.welt.de/wirtschaft/article139615248/Lebensversicherungen-koennten-naechste-Krise-bringen.html