Archiv für den Monat: September 2015

Subprime Rückkehr

Das zusammenschnüre mehrerer Kredite verbriefter Bonität zu
Kreditpaketen, war der Kern der Subprime Krise. Die Pakete an
sich sind dabei nicht das Problem sondern der Inhalt und dessen
Bewertung.
Wenn man schlechte oder nicht vorhandene Bonität als gute ausgibt
und sich plötzlich die Zinsen ändern fällt das ganze Kartenhaus zusammen,
wie man während der Lehmannpleite sehen konnte.
Der Trend Geld zu irrsinnig billigen Konditionen, an Menschen zu verleihen
die sich keine Kredite leisten können, hält weiter an. Das ist kein speziell
amerikanisches Problem, wie mehrere Millionen überschuldeter Haushalte
in Deutschland und Europa zeigen.
In den USA ist der Trend Konsum auf Pump zu finanzieren nur deutlich
ausgeprägter.
Die Größenordnung dieses Problems beschreibt dieser Artikel sehr
anschaulich, er datiert zwar Anfang dieses Jahres, wird aber sicherlich
von Tag zu Tag aktueller, da das Problem eher größer als kleiner wird :

http://www.welt.de/wirtschaft/article138242252/Amerika-wiederholt-fatale-Fehler-der-Finanzkrise.html

Eine  Zusammenfassung des Problems der Studentenkredite hat
John Oliver produziert :

https://www.youtube.com/watch?v=P8pjd1QEA0c

Das Problem amerikanischer Studentenkredite ist , sie sind nicht wie z.B. der
Kreditanteil des deutschen BaföG, zinsfrei und sie können nicht durch
privaten Konkurs gelöscht werden.

Man kann natürlich die Problemkredite in den USA als amerikanische Problem
abtun, dann blendet man allerdings die Lehmannpleite und die Schockwellen
für das internationale Finanzsystem komplett aus.

Fakt ist ein Preis für Geld ist der Zins und der ist historisch niedrig, bis nicht
vorhanden. Die Folgen der Fehlinvestion von Geld in Projekte die bei „normalen“  Zinsen unwirtschaflich wären, werden erst zu sehen sein wenn der Zins
irgendwann wieder steigt und dann ganze WIrtschaftsbereiche ausradiert werden,
die derzeit ihr Zombiedasein nur fristen können weil Verschuldung quasi
nichts kostet.

Wer sich heute zu niedrigen Zinsen eine überteuerte Immobilie kauft,
weil Verschuldung so günstig ist, wird sich großen Problemen gegenüber
sehen wenn die Zinsen steigen. Nicht nur weil man sich vielleicht dann
teuer refinanzieren muß, sondern auch weil die Bewertungsgrundlage
für die Hypothek durch fallende Immobilienpreise geschleift wird.

Wie sich das anfühlt wenn das Haus plötzlich weniger Wert ist als
die Hypothek die darauf lastet, kann man die Amerikaner fragen.
Führt das zur Zwangsveräußerung der Immobilie, tritt eine Kettenreaktion
ein die zu weiter fallenden Immobilienpreisen und noch  mehr
zwangsveräußerten Immobilien führt.

Wir leben derzeit auf einer sehr großen Blase biligen Geldes die wird
irgendwann platzen. Das wird viele die sich heute finanziell abgesichert
fühlen mit plötzlicher Armut konfrontieren.

Wer seine Zukunft absichern will sollte sich innerlich vom Sozialstaat
alter Prägung verabschieden, diesen wird es nicht mehr geben.
Die Nahles Rente ist das letzte Symptom eines
sterbenden Sozialstaates alter Prägung. Im englischen gibt
es den Begriff des „dead cat bounce“ genau das sehen wir
gerade in Bezug auf unser Sozialsystem.

Das platzen der durch billiges Geld international aufgepumpten
Blase wird viele Menschen vor große finanzielle Probleme stellen.
Die bessere Ausgangbasis hat dann nur derjenige der keine Schulden
hat, nicht auf staatliche Unterstützung angewiesen ist und Teile seines
Vermögens über die Krise retten konnte, für alle anderen wird es
extrem finster.

Sich in gutene Zeiten auf die schlechten vorzubereiten ist ein höchst
aktueller Rat.

P.S. Amazon als Aktie

Ich hab mich ja über den Schwachsinn von Amazon Gutscheinen ausgelassen und darüber das Händler nix zu verschenken haben. Das gilt auch für Amazon,allerdings verkaufen die oft DInge wie z.B. ihren Kindle fire, zum Selbstkostenpreis um Marktmacht zu gewinnen.

Wer Amazon Aktien hat der wird das kennen, Amazon konnte bisher nur einmal, quasi aus Versehen, einen Gewinn ausweisen,für Aktionäre ist das ziemlich blöd die kriegen nämlich
keine Dividende. Die  können nur von steigenden Kursen profitieren und auch nur dann
wenn sie die Dinger verkaufen, fals Amazon nicht gerade mal wieder einen Aktiensplt
zu Lasten der Altaktionäre vollzogen hat.

Wer die Dinger jetzt kauft ist aus meiner Sicht selber Schuld, ein Unternehmen das nach
Abzug aller Kosten nur Umsatz aber keinen Gewinn genneriert ist Müll. Man kann natürlich
sagen he die investieren doch die erzielten Gewinne in die Zukunft, aber das ist unter
mehreren Geischtspunkten Quark.
1. Amazon ist  ein großes Spielzeug für Jeff Bezos,
der setzt mit der erwirtschafteten Kohle seine Fantasien um und zwar auf kurze sowie
lange Sicht zu Lasten der Aktionäre.
2. Viel Umsatz ist schön aber Gewinn und DIvidende ist schöner, Größe ist kein Selbstzweck.
3. Amazon hat aus meiner Sicht kein einzigartiges Geschäftsmodell, die verkaufen Allerweltsware mit Liefermodellen die auch andere kopieren können. Der Versuch mit Konsumprodukten ein Modell wie Apple mit seinen Produkten nachzuahmen, indem man die Kunden zu einer gut zu melkenden Gläubigengemeinde zusammenschweisst um sie dann mit überzogenen Preisen auszunehmen ist Murks, dafür gibt es am Markt zu viele Alternativen.

Sollte Besos wirklich den feuchten Traum hegen die Preise bei Amazon nachhaltig anzuziehen um dann irgendwann mal sowas wie einen Gewinn nach Abzug aller Kosten zu gennerieren, wird ihm der Laden schnell um die Ohren fliegen, weil es entweder genügend Alternativen zu Amazon gibt oder diese schneller entstehen als Besos Amazon sagen kann.

Wer mit Amazonaktien Geld verdienen will muß vor einem Aktiensplit verkaufen und immer
einen Dümmeren finden der ihm die Aktie eines Unternehmens das kein Geld verdient  zu einem höheren Kurs  abkauft. Irgendwann fehlen diese Dummen aber und den Letzten
beissen die Hunde.

Jeff Bezos ist ein Egomane und nur seinen Ideen aber nicht den Aktionären verpflichtet.
Wenn ihm das Geld für seine Ideen ausgeht gibt er neue Aktien aus, zum Schaden der
Altaktionäre deren Anteile verwässert werden. Ob die Neuaktionäre dann profitieren
darf bewzeifelt werden, dazu müssen die Kurse steigen. Amazon und die Börsen sind eh
schon recht luftig bewertet, da geht zwar noch was aber das Timing muß schon verdammt
gut sein um da rechtzeitig den Rahm abzuschöpfen.

Der Punkt ist , wenn die Aktienkurse nach unten rauschen ist Amazon auf die Gewinne aus dem Tagesgeschäft angewiesen um neue Projekte umzusetzen,die können dann nicht mehr aus Neuemissionen von Aktien kommen und da seheich eher mal schwarz.
Der einzige Bereich der da genügend Kohle abwirft und wächst ist das Cloud Computing
von Amazon bzw. die Vermietung von Serverkapazität, aber da ist man ja auch nicht
gerade konkurenzlos.

Ich wünsche allen Amazon AKtionären dicke Nerven und viel Spaß mit Ihrem „investment“.

Amazon „Gutschein“

Versand und andere Händler schaffen ja immer wieder das selbst
der skeptischste Verbraucher sich mal kurz freut um sich dann um so mehr zu ärgern.

Der „Gutschein“ ist hierfür am Besten geeignet. Man hat eingekauft und erhält zur
„Belohnung“ einen Gutschein wie z.B. ich zuletzt bei Amazon.

Nur wer sich direkt klar macht das keine Firma der Welt etwas zu verschenken hat, entgeht einem kurzen freudigen Moment,der einen dann zu einem schwachsinnigen Kauf veranlasst.
Ich bin nach dem kurzen freudigen Moment vor dem schwachsinnigen Kauf stutzig geworden.

Erst hielt ich das ganze für Spam, dann hab ich mir die Sache vorsichtig angeguckt.
Das Ganze war ein Gutschein für den Alkoholbereich bei Amazon und da fing das Theater an, erst habich mir ganz unbedarft eine Flasche ausgesucht um dann bei der Eingabe des Codes zu sehen das der nicht zieht, der gilt nur für ausgewählte Produkte. Der Gestank der Dummenfängerei machte sich schlagartig breit.
Ich hab mir daraufhin die Auswahl angesehen und spaßeshalber mal die Produkte in der Reihenfolgeaufsteigende Preise sortiert und siehe da , wen wunderts , der nidrigste Preis lag deutlich über 20 € bei einem Gutscheinwert von !0 €.

Der Nepp ist immer der gleiche ob Amazon oder Breuninger der Hemdenverkäufer, immer findet sich der gleiche oder ein ähnlicher Haken bei den „Gutscheinen“, entweder die Produktauswahl ist eingeschränkt und übersteigt den „Gutschein“wert um das doppelte oder wie z.B. bei Breuninger der Gutschein ist bei 10 € an einen Mindesteinkauf von 100  € gebunden.

Die „Gutscheine“ sind aus meiner Sicht schlicht wertlos.

Beim genannten Hemdenhersteller macht es mehr SInn sich ein angeblich herabgesetztes Hemd als mit dem „Gutschein“ ein Hemd zu 10 € unter dem Listenpreis zu kaufen.  Wobei der Listenpreis der bei dem Ausverkauf genannt wird, sicherlich auch strategisch zu hoch angesetzt wird.
Bei Amazon führt der Einsatz des „Gutscheins“ zum Kauf eines Produktes das man
möglicherweise garnicht kaufen würde und das nach Abzug des „Gutscheins“ ca. 15 €
kostet, man hat also nicht 15 € gespart sondern 15 € ausgegeben.

Der Zweck der „Gutscheine“ ist klar, sie sollen einem zum Kauf von Produkten verführen
die man ohne den „Gutschein“ nicht erworben hätte und die entweder Ladenhüter oder
überteuert sind.

„Gutscheine“ von Händlern sind keine Geschenke, weil Händler nix zu verschenken
haben, sondern sie sind Kaufanreize um mehr Geld auszugeben als nötig oder ursprünglcih
geplant. Kurz gesagt die Dinger sind meist Nepp  zu Gunsten der Händler.
Also die Einlösebedigungen genau lesen, sich fragen ob man den Quark der da angedient wird wirklich braucht und Pfoten weg wenn an die Dinger an irgendwelche Bedingungen geknüpft
sind.

Ich hab auch mal einer Firma geschrieben ich möchte keine Gutscheine mehr bekommen
die an Mindestumsatz gebunden sind, die Antwort war das sie mich von jeder Gutscheinaktion
ausschliessen müßten, ich hab trotzdem drauf bestanden. Denn ich kenne keinen Geschäftsmann der den Namen verdient der etwas zu verschenken hat.

Das gilt natürlich nicht für Geschenkgutscheine für die jemand vorher Geld hingelegt
hat um diese dann jemanden zu schenken.

Günstigerprüfung für Einkommen aus Kapitalerträgen

Wer ein niedriges Einkommen aus einer Beschäftigung und damit auch einen
niedrigeren Einkommenssteuersatz als die 25 % Quelllensteuer hat, sollte
dem Staat kein Geld schenken wenn er Kapitalerträge hat ! Ein wertvoller
Tip :

http://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/steuern-sparen/guenstigerpruefung-fuer-kapitalertraege-schon-mit-der-steuererklaerung-frueh-beantragen-13781845.html

FED Politik – Meyers Weltwirtschaft

Hier die Kolumne zum Thema FED :

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/mayers-weltwirtschaft/mayers-weltwirtschaft-die-bizarre-politik-der-fed-13799299.html

Absurd ist auch wie sehr der Markt auf diese winzige Zinsanhebungsankündigung in Höhe
von 0,25 % reagiert. Alle starren wie das Kanninchen auf die Schlange was jetzt am Donnerstag
entschieden wird, hebt die FED die Zinsen oder nicht ?

Am Markt werden sich die Bremsen erst lösen wenn die FED die Entscheidung rausgehauen
hat. Wie die Entscheidung ausfällt ist dabei vollkommen Wurst, hebt die FED die Zinsen wird
der Markt vielleicht noch mal kurz wegknicken um danach Gas zu geben, läßt sie den Zinsda wo er ist wird der Markt wahrscheinlich unmittelbar in den Vorwärtsgang schalten.

Die einzige „rationale“ Begründung für weiter steigende Kurse ist, dass die Versorgung
mit billigem Geld noch lange nicht aufhören wird.

Volatilität und Geldanlage

Hier ein Artikel zur aktuellen Situation an den Börsen und die Auswirkungen auf die persönliche Geldanlage:

http://www.welt.de/wirtschaft/article146337747/Fuer-Deutschlands-Sparer-bricht-das-Zeitalter-V-an.html

Ich hab das auch selbst schon zu spüren bekommen, in dem mich zu sehr auf eine einzige
Anlage konzentriert und dabei den Gesamtmarkt aus dem Auge verloren habe. Das hat
tiefe Schrammen in meiner bisher positiven Bilanz hinterlassen.

Das absurde rumgezappel das den ganzen Aktienmarkt erfasst hat und das man getrost
als China Hysterie bezeichnen kann, hat auch bei mir zu Fehlentscheidungen geführt.

Letztendlich waren es zwei Faktoren die den Verlust bewirkt haben,ich bin extrem von meinem
bisherigen Anlageschema abgewichen und der Markt hat in den letzten Wochen übermässig geschwankt.

Also mehr Selbstdisziplin und den Gesamtmarkt nicht auch den Augen verlieren.