Archiv für den Monat: März 2016

Commerzbank schafft das kostenlose Girokonto ab

Die Banken suchen nach Wegen, ihren Kunden keine Negativ-Zinsen zu berechnen. Meist lautet der Ausweg: Zusätzliche Gebühren. Die Commerzbank verlangt nun eine überraschend hohe Überweisungs-Gebühr.

Quelle: Commerzbank schafft das kostenlose Girokonto ab

Erst wenn die letzte Direktbank, auch noch Geld für die Kontoführung nimmt hat der Verbraucher ein Problem, nicht internetaffine Personen natürlich ausgenommen.
Sollte die Banken die Negativzinsen direkt an den Endkunden weiterleiten, werden die Bankkunden mit geringem Vermögen das Konto räumen und sich das Geld ins Schließfach  oder unter die Matratze legen. Geschieht das in größerem Umfang sehe ich die Probleme eher bei der Bank als beim Kunden.

Geldanlage – Traut euch was, legt euer Geld an!

Die Deutschen misstrauen der Börse und sparen lieber. Langfristig werden aber nur die ihr Vermögen mehren, die aktiv mit ihrem Geld umgehen.

Quelle: Geldanlage – Traut euch was, legt euer Geld an!

Jeder der sich keine Gedanken um Geldanlage macht, wird in diesen Zeiten kurz – oder mittelfristig vom Staat um sein Erspartes gebracht.

Entweder er der Staat langt beim Immobilienerwerb hin über Grundsteuer,Grunderwerbssteuer etc. pp. hin oder er macht über die Manipulation der Zinsen via Notenbank das klassische Sparen zum absurden Trauerspiel.

Wer sich über niedrige Zinsen freut und meint er könnte so „billig“ an eine Immobilie kommen irrt. Das was Zinsen eingespart wird wird an gestiegenem Immobilienpreis oben drauf gelegt.
Hat man die niedrigen Zinsen nicht lange festgeklopft und den Zinsvorteil nicht zur verschärften Tilgung genutzt, kommt das böse Erwachen dann wenn die Zinsen irgendwann mal wieder anziehen.Vorzugsweise dann wenn die vom Staat herbeigesehnte und von den Notenbanken angeschobene Inflation tatsächlich stattfindet.

Ziehen die Zinsen wieder an, kommt es für Immobilienbesitzer die aus der Zinsbindung fallen knüppeldick. Die Immobilienpreise fallen mit dem platzen der Vermögenspreisblase, die Hypotheken geraten unter Wasser und Zwangsverkäufe schicken die Preise weiter auf Talfahrt.
Konnte man alles bei der Immobilienkrise in den USA schön beobachten.

Kommt dann vielleicht in Deutschland nicht ganz so dicke, weil hier die Kredite – noch nicht – so leicht vergeben werden wie seinerzeit in den USA .Wird aber hier zumindest in den jetzt schon überteuerten Städten wie z.B. München oder Hamburg hässliche Bremsspuren hinterlassen.

Manch einer der heute glaubt,es wäre eine tolle Idee sich eine Immobilie in einem überteuerten Markt zuzulegen, nur weil die Zinsen niedrig sind wird sich dann verwundert die Augen reiben was mit seinem Geld passiert ist.

In Zeiten wie diesen zu investieren ist nicht einfach, am sinnvollsten erscheint es mir Geld in Bereiche zu stecken die selbst dann noch funktionieren wenn die Börse um die Hälfte kollabiert.  Dazu zählen nur Firmen die Produkte produzieren auf die man auch in der Krise verzichten kann und die in ihrem Segment keine große Konkurrenz haben.
Firmen die in guten wie in schlechten Zeiten konstanten Gewinn erwirtschaften.

Mark Faber hat glaube ich gesagt wer nach dem nächsten Crash noch 50% seines Kapitals hat kann sich glücklich schätzen, er wird wohl recht behalten.

Immobilien gelten ja als Betongold, der Vergleich hinkt in mehrfacher Hinsicht, Gold ist im
Gegensatz zu Immobilien im Zweifel mobil, es sei denn sein Besitz ist verboten.  Immobilien
kosten ab dem Erwerb Geld, beim Kauf fallen Grunderwerbssteuer und Notarkosten an die
für immer futsch sind und danach kommen die Kosten für die Instandhaltung und je älter
die Immobilie wird umso mehr fällt sie im Wert. In Boomzeiten sehen steigende Immobilienpreise schick aus und macher der rechtzeitig verkauft macht Gewinn. Doch wie
heißt es so schön den letzten beissen die Hunde.

Game changer wie autonomes fahren die Autoindustrie aufmischt

Quelle: manager magazin

Ein Punkt der hier nicht erwähnt wird, ist das die Nachfrage nach dem
Auto als Eigentum drastisch wegbrechen könnte. Autonom fahrende Autos stehen,wenn sie geteilt werden, nicht mehr 90% der Zeit rum und rosten.
Status wird dann sein überhaupt noch über ein eigenes Auto zu verfügen oder verfügen zu wollen. Wer sich ein 100000 € Auto vor die Tür stellt das 90% des Tages nicht bewegt wird um anderen zu zeigen was er hat,
kann entweder nicht rechnen oder hat es nicht nötig.

Tesla Model 3: Das Auto, vor dem BMW und Co. zittern – manager magazin

Quelle: Tesla Model 3: Das Auto, vor dem BMW und Co. zittern – manager magazin

Alle Elektroautos sind derzeit etwas für reiche Menschen, die gerne anders als mit Porsche protzen wollen.
Den Massenmarkt erreicht man mit Autos für 35000 € wohl eher nicht,
aber man ist zumindest näher dran.

Es könnte sich als Ansstoß in den Einstieg der massentauglichen Elektromobilität erweisen. Erinnert mich ein bischen an die ersten Diesel“kats“, da hat man hier in Deutschland ja auch sehr breit und
abfällig über die Franzosen gelächelt, nur im die Technik dann hastig
verspätet selbst einzuführen.

Der Feind das Elektroautos ist nicht das Wasserstoffauto, sondern der Winter da schwindet die Reichweite wie Schnee in der Sonne. Im Übrigen
ist das mit der Reichweite der Elektroautos in etwas so bestellt wie mit den Verbrauchsangaben im Normverbrauch für Benziner, nämlich extrem geschönt und wirklichkeitsfremd.

Hierzu mal ein kleiner Test aus dem manager magazin :

http://www.manager-magazin.de/unternehmen/autoindustrie/toyota-mirai-wasserstoffauto-im-live-fahrtest-a-1060277.html

Der Punkt zügiges fahren, Steigungen und Vollgas (Vollstrom) quittieren
die Fahrzeuge mit einem saftigen Reichweitenverlust. Also immer noch
eher eine Technik für Menschen die sich einen Zweitwagen in dieser Größenordnung vor die Tür stellen können ohne finanziell zu leiden.

Wer also jetzt schon den Abgesang auf die Ölindustrie anstimmt sollte sich mal folgende unbestättigte Zahlen zu Gemüte führen:

http://www.live-counter.com/autos/

Rein rechnerisch würde es bei sofortiger Umstellung der Kapazitäten auf Elektroautos 30 Jahre dauern alle Benziner durch neue Elektroautos zu ersetzen. Mal abgesehen davon das die noch unbezahlbar sind und die Kapazitäten der Akkuproduktion das nicht hergeben.

Der Knackpunkt der ganzen Angelegenheit ist also eine drastische Ausweitung der Akkukapazität um mindestens das doppelte bei gleichzeitig fallenden Preisen. Und die Vernetzung mit dem Stromnetz als flexibler Speicher.

Würde ich Teslaaktien kaufen ? Warum soll ich Aktien eines Unternehmens kaufen das keinen Gewinn erwirtschaftet ? Die Kurssteigerungen sind reine Spekulationen auf die kommende Größe Teslas und das in einem Geschäftsfeld das ja nun nicht gerade dadurch glänzt das man sich die Technik nicht mit ein paar Ingenieuren aneignen könnte.
Wenn die anderen Autobauer wollen haben die ganz fix raus wie das geht und dann ist Tesla nur einer unter vielen. Auch Batteriefabriken oder Kooperationen mit Batterienherstellern sind ja nicht gerade Geheimwissen.
Tesla ist nur was für Leute die auf weiter steigenden Kurse setzen und hoffen das sie die Aktie dem nächsten Blöden andrehen können, zumindest solange Tesla nicht mal anfängt die Kurse durch Gewinne zu stützen.

Im Übrigen dürfte eher das selbstfahrende Auto der Tod der Nachfrage nach dem eigenen
PKW sein. Wenn ich mir ein Auto im Bedarfsfall per App an die nächste Straßenecke rufen kann
wie heute ein Taxi, ist die Mobilität das Produkt und nicht mehr das Auto.
Gerüchten zu Folge würde das den Bedarf an KFZ im innerstädtischen Bereich um 80% reduzieren. Das ist der Tod der Autoindustrie wie wir sie heute kennen, in Bezug auf das Klima
im übrigen zu Recht.

Tesla könnte die klassische Autoindustrie allerdings überrumpeln, wenn die auf den Trichter
kommen als erste selbstfahrende Autos und Mobilität statt Fahrzeuge zu verkaufen.

Klammergriff der Staatsschulden willkommen in der Eiszeit –  Stelter im manager magazin

Quelle: manager magazin

Ich hab auf die Frage der perfekten Geldanlage natürlich erst Recht keine
Antworten. Schuldenabbau ist allerdings eine meiner ersten Prioritäten,
denn keiner weiß wann die angekündigte Inflation kommt.

Einer der größten Knackpunkte in nächster Zeit dürfte der Brexit sein,
kommt der werden die Karten in Europa sowieso komplett neu gemischt. Dann besteht Europa nur noch aus dem Club Med und Deutschland und das dürfte kurz – mittelfristig das Ende des Euro sein.