2017

Ich sehe dem nächsten Jahr gespannt entgegen , das einzige dass sicher ist ist die Unsicherheit.
In Europa stehen mehrere Wahlen an deren Ausgang ,bis auf Deutschland, für Überraschungen gut sind. Wobei ich erstmal nur sicher bin das Merkel ihre nächste und letzte Amtszeit antritt,
die sie vorzeitig beenden wird.

Gut möglich das Schwarz / Rot die F.D.P. oder die Grünen benötigt um auf eine Mehrheit für die Kanzlerwahl zu kommen. Für die F.D.P. wäre das ein Problem da die Wahrscheinlichkeit besteht bis zur nächsten Bundestagswahl im Kabinett nicht wahrnehmbar zu sein.
Sollte es Schwarz, Rot, Grün werden werden die Grünen leiden.

Rot Rot Grün hat definitiv keine Chance, da kann Wagenknecht über Vorbedingungen phantasieren was sie will. Die SPD braucht sich keine Sorgen um den Kanzlerkandidaten zu machen der wird eh nicht Kanzler.
Vor dem Hintergrund ist es auch nur konsequent das Schulz sich nicht aufstellen läßt, warum soll er sich chancenlos verheizen lassen, das kann er ja Gabriel überlassen.

Die Börsen sind im 9 Jahr eines Booms der durch die lockere Geldpolitik der Notenbanken gespeist wird. Da seh ich derzeit wenig Aufwärtsimpulse, andererseits hab ich von noch keinem Taxifahrer Aktientips bekommen und in der Bildzeitung steht auch noch nix, da geht also nach oben noch was.

Trump hat viel Wind gemacht und damit die Börsen angetrieben, ich bezweifle das er auch liefern wird.

Gut möglich das der Euro gegenüber dem Dollar dann , entgegen der Erwartungen, wieder zulegt,was er derzeit ja tut . Das sollte man aber nicht als Stärke des Euros misinterpretieren. Der Euro ist nach wie vor im Kern eine Schrottwährung die auf Sand gebaut ist. Hier könnte die Politik nächstes Jahr für interessante Verwerfungen sorgen, siehe Niederlande und Frankreich und auch der Brexit steht ja auf der Agenda.
Deutschland droht da viel potentieller Ärger, der Brexit, der Euro sollte er zulegen und amerikanischer Protektionismus sind keine guten Basisvorrausetzungen für eine Exportnation
auf Eurobasis.

Sollte sich, was ich vermute,  Trump als Windbeutel entpuppen und es zu weiterem politischem Stress in der Eurozone kommen, wird das dem Goldpreis sicherlich gut tun dessen einziger Antrieb die Angst ist.

Die amerikanische Notenbank wird maximal 2 Erhöhungen der Zinsen hinlegen.

Öl habe ich aus dem Depot entfernt, da sehe ich mehr Risiken als Chancen. Shell z.B. kann vielleicht noch weiter steigen, aber wo bitte ist der Sinn wenn die fast wieder auf All Time high sind obwohl der Ölpreis bei 55 Dollar und nicht wie seinerzeit bei 100 Dollar liegt.
Einem steigenden Ölpreis steht auch aus meiner Sicht eine mangelnde Beschlusstreue der OPEC entgegen, sowie der Wiedereinstieg der Schieferölproduzenten in den Markt. Damit
sich die Investionskostenstreichungen der Ölfirmen bemerkbar machen müssen wohl noch
ein paar Jahre ins Land gehen, aber das ist nur eine Vermutung.

Viele warten auf den großen Knall, China, der Euro , etc. pp, aber wenn alle damit rechnen wird es wahrscheinlich eh nicht passieren, dazu ist mir zu wenig Euphorie am Start s.o. . Der Knall wird irgendwann kommen wahrscheinlich ohne Vorankündigung aus einer Ecke mit der jetzt so keiner rechnet.

Wobei ich mir auch nicht sicher bin ob der nach Plan kommt, sprich ob man vorher noch die üblichen Übertreibungen sieht. Weil die Situation ja komplett anders ist als in den Jahrzehnten zuvor mit der gigantischen Überschuldung und den Wahnsinnstaten der Notenbanken.

Für die USA könnte ich mir, je nach Trumps Politik, vorstellen dass die Notenbank mit den Zinserhöhungen sowieso zu spät kommt um eine knackige Inflation zu vermeiden. Warum sollte die auch die Inflation nachhaltig bremsen, ist doch eine Inflation bei niedrigen Zinsen die einzige Möglichkeit der Entschuldung für die USA.

Egal wie hoch die Zinsen in den USA steigen, sie werden immer im gebührenden Abstand zur Inflation sein, um dem Staat das Schleifen der Schulden und die Entwertung der Ansprüche seiner Bürger zu ermöglichen.

Ziehen in den USA die Zinsen weiter an wird das langfristig den Euro unter Druck setzen, wer darin eine Wettbewerbsvorteil sieht ist grenzdebil. Denn zum Einen erlahmt dadurch die Inovationsfreude und Wettbewerbsfähigkeit der Deutschen Industrie, zum Anderen könnten erhöhte Zölle und Protektionisimus seitens der USA diese Rechnung zusätzlich durchkreuzen.
Aus meiner Sicht insgesamt eher trübe Aussichten für den DAX.

Das einzige das tatsächlich feststeht hat Fuest schon geschrieben, der deutsche Sparer wird gefickt.

Die Deutschen leben derzeit in einer Wohlfühlblase, die nichts aber auch garnichts mit der Realität zu tun hat. Eurorisiken, Rentenlüge, malade Infrastruktur, demographische Entwicklung, sinkende Verzinsung privater Vorsorge, das alles wird komplett ausgeblendet.
Hinzu kommt das wir derzeit sehr weit oben sind in der Konjunktur und der Beschäftigung, es geht aber keiner davon aus das es von hier wieder nach unten geht. Das ist extrem dämlich.

Es ist nicht allzuweit hergeholt wenn so manch einer glaubt dass die nächste Rezession den Euro beerdigt. Das wird auch das endgültige Ende des deutschen Wohlfahrstaates der Nachkriegszeit sein. Nur die Kriegsgenration hat noch eine Erinnerung daran wie sich wirtschafltich beschissene Zeiten anfühlen, das wird für alle die jünger sind eine extrem bittere Erfahrung werden.

Der Eisberg ist voraus aber die Kapelle spielt noch.

Angeblich lautet ein chinesischer Fluch, möges Du in interessanten Zeiten leben, das ist jetzt definitiv der Fall.

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *