Archiv für den Monat: Juni 2018

Und Tschüss NZZ

auch die neue Zürcher Zeitung hat ihren Internetauftritt zugenagelt. Sie folgt damit dem Trend der großen überregionalen Zeitungen Inhalte für Onlineleser, die nicht auch Abonnenten sind, zu sperren bzw. den Zugang zu kostenlosen Inhalten an eine Pflichtregistrierung zu koppeln.

Damit ist diese Vorgehensweise endgültig im deutschsprachigen Raum angekommen. Mal sehen wie umfangreich die einzelnen Publikationen sich anschliessen, Beim Handeslblatt macht der Besuch auf der onlineseite ebenso wenig SInnt wie bei der NZZ. Das Schwestermagazin aus dem Hause Handelsblatt die Wirtschaftswoche, macht auch zunehmend Inhalte kostenpflichtig.

Stellt sich die Frage wer hat überhaupt etwas von der Wirtschaftspresse, Politiker sollten sie lesen, Konzernchefs können sie lesen und für den wohlhabenden Privatanleger sind maximal
20 % der Inhalte interessant.

Der nicht wohlhabende Privatanleger fährt sicher mit Publikationen wie Finanztest oder kostenlosen Onlineportalen wie finanztip.de ganz gut wobei letztere sich durch Bewerbung von Finanzprodukten finanziert, was aus meiner Sicht nur bei Interessenkonflikten schwierig ist.

Der Untergang des kostenlosen Zugangs zu Onlineinhalten ist also eingeläutet, für die Verlage geht offensichtlich Geld vor Reichweite, was nachvollziehbar ist.

Der Leser wirds verschmerzen können, für den Geldanleger sind die Homestories über Vorstandsvorsitzende, Konzerntratsch, Geschreibsel über Luxusartikel und mehr oder weniger seriöse Aktientipps sowieso 90% des nutzlosen Krams der publiziert wird, ob man für die 10% die tatsächlich interessant sind Geld für ein Abo einer mittelmäßigen deutschen Publikation ausgeben will bleibt jedem selbst überlassen.

Wer richtig Geld hat liest sowieso eher die englischsprachige Presse, wie Wallstrett Journal oder Economist.

Weniger verlinkder Lesestoff hier, kann ja auch zu mehr Ausleihe von tiefergehenden Büchern führen, die sind sowieso nicht dem nutzlosen täglichen hin und her unterworfen.

Aus meiner Sicht sind die grundsätzlichen DInge zur sinnvollen Geldanlage längst in Buchform publiziert, das Einzige das sich geänderte hat ist die idiotische, nie dagewesene Politik der Notenbanken, die die Regeln der letzten Jahrzehnte komplett über den Haufen geworfen haben.
Das macht das System deutlich unberechenbarer da keiner weiß welche Regel als nächstes gebrochen wird.

Ein paar Grundsätze der Geldanlage gelten trotzdem noch, nicht zu teuer einkaufen, hin und her macht Taschen leer und nur in Qualtiätsunternehmen investieren die auch eine extreme Wirtschaftskrise überstehen können. Wer in der Krise flüssig ist kann dann noch gute Unternehmen zum Schnäppchenpreis nachkaufen.

Denn zwei Dinge sind sicher, es geht weder ewig Auf- als auch Abwärts.

Aktien kaufen: Handelskonflikt wird US-Börse unter Druck setzen – manager magazin

Der Handelsstreit der USA mit dem Rest der Welt setzt die Börsen unter Druck. Noch hält sich die Wall Street dabei vergleichsweise stabil – doch das dürfte sich ändern.

Quelle: Aktien kaufen: Handelskonflikt wird US-Börse unter Druck setzen – manager magazin

Ich frage mich wie sich das auf eine der am meisten gehypten Aktien nämlich Amazon auswirkt. Ich wüßte gerne wie sehr Amazon so auf China angewiesen ist.

Ich denke das die Techaktien die in der Vergangenheit bis jetzt am meisten gehypt wurden auch den Absturz der Börsen einleiten und wenn die crashen dann richtig, die dürften auch deutlich mehr verlieren als der Gesamtmarkt.
Die FAANG-Aktien ganz vorne dabei.

Wenn es richtig crasht dürfte es Amazon am härtesten treffen denn der Laden hat von allen die lächerlichsten Margen.

Und nur by the way ich hab auch eine Wette gegen Amazon laufen, kann ich keinem empfehlen ist aber deutlich einfacher als bei Tesla, da die Investoren nicht ganz so große emotional gesteuerte Idioten sind wie bei Tesla. Sprich der Kursanstieg von Amazon ist berechenbar, stetig nach oben in weitere irrationale Höhen und nicht so erratisch wie bei Tesla.

Neue News zu Tesla heute

Der von Tesla wegen Sabotage gefeuerte und auf 1 Million Strafe verklagte Mitarbeiter will ein Whistleblower/iniformant sein und behauptet weiterhin das Tesla schadhafte Batterien in das Model 3 eingebaut hat. Tesla wirft ihm im Gegenzug vor Mitarbeiter und Tesla selbst direkt bedroht zu haben und nur sauer gewesen zu sein weil er keine Provisionen bekommen hat.

Der Link dazu (amerikanisches  Original) : https://finance.yahoo.com/news/defendant-tesla-sabotage-lawsuit-seeks-153000819.html

Die von Tesla übernommene Firma SolarCity die auch seinen Cousins gehört schließt offensichtlich einige Zweigestellen, hat dazu auch noch eine Vertriebsvereinbarung mit der Baumarktkette Homedepot gekündigt, die zwar im Vergleich zum Eigenvertrieb fast doppelt so teuer wie im nationalen Durchschnitt dafür aber, laut einem Mitarbeiter bei SolarCity, für den Großteil des Umsatzes verantwortlich ist.

Im Vergleich zum im ersten Quartal installierten 200 MW Leistung hat SolarCity dieses Jahr im ersten Quartal auch erst 76 MW installiert.

Musk ist seinerzeit, wie sich hier zeigt scheinbar nicht zu Unrecht, teilweise stark für die sprichwörtliche Vetternwirtschaft kritisert worden. Hier der Link (amerikanisches Original) zur ganzen Story : https://finance.yahoo.com/news/tesla-close-dozen-solar-facilities-131500047.html

Und dann noch ein paar Spekulationen über die Margen die Tesla so einfährt (amerikanisches Original:

https://finance.yahoo.com/m/c57e383d-4ece-360a-9c88-8e9dc8f2b055/tesla%27s-automotive-gross.html

Tatsächlich hat der Kurs heute auch mal nachgegeben. Ich bin nach wie vor Short und gespannt
was bis einschließlich 1.8.2018 (Quartalszahlen) so passiert.

Sollte man den Umgang mit Geld als Schulfach einführen?

Menschen mit geringerer finanzieller Grundbildung schließen eher teure Kredite ab, überziehen häufiger ihre Kreditlinien, sparen weniger für ihr Alter. Sollte man schon in der Schule eine finanzielle Grundausbildung anbieten?

Quelle: Sollte man den Umgang mit Geld als Schulfach einführen?

Der Autor bleibt die genauen Zahlen zur Höhe des Unterschiedes zwischen den beiden Vergleichsgruppen insbesondere auch Zahlen zur Signifikanz schuldig.

Auch wäre interessant zu wissen ob es Unterschiede zwischen den einzelnen Schulformen gibt und ob Kinder gebildeter oder reicher Eltern besser abschneiden.

Das Menschen in Deutschland eher mehr als weniger finanzielle Grundbildung benötigen dürfte indes unstrittig sein.

Wie man aus 1 Million Euro Verlust 10 Millionen Euro Gewinn macht

Ein Privatanleger meint, lediglich in einer Demo-Version zu handeln, und verschiebt munter eine Milliarde Euro hin und her. Doch er war live – und macht am Ende 10 Millionen Euro Gewinn. Jetzt gibt es ein Problem mit dem Broker.

Quelle: Wie man aus 1 Million Euro Verlust 10 Millionen Euro Gewinn macht

Vollkommen absurd, das ein Privatmann eine Position von 5 Milliarden Euro eingehen kann.

Interview: Warum Aktien besser sind als Immobilien

Der Finanzhistoriker Elroy Dimson warnt vor überzogenen Rendite-Erwartungen bei Immobilien. Anleger sollten sich die Strategie des Norwegischen Staatsfonds zum Vorbild nehmen – und vor allem in Aktien investieren

Quelle: Interview: Warum Aktien besser sind als Immobilien

Es gibt nur eine Sorte von Immobilien die temporär im Preis zulegen und das sind Spitzenimmobilien in Ballungszentren wie London aber auch dort kann es bergab gehen, siehe Brexit.

Im Boom steigen natürlich diese Immobilien am schnellsten, dafür dürfte der Wert in der Krise auch schneller fallen.

Die Preise die derzeit in großen deutschen Zentren wie München oder Hamburg aufgerufen werden, dürften bei Vermietungsobjekten über die Erträge nie wieder reinzuholen sein.