Lange Zeit galt, dass Mittelschichtsfamilien sich ein Haus leisten konnten, wenn sie es wirklich wollten. Heute gilt diese Gewissheit nicht mehr – und zeugt von Fehlern in der Wohnungsbau- und Familienpolitik.

Die hohen Preise haben auch einen Vorteil, sie halten die Menschen die genug Hirn haben vom Kauf ab.

Denn sind die Zinsen niedrig sind die Immobilienpreise hoch, der Wert eines Hauses steigt aber über die Jahrzehnte nicht sondern er sinkt. Wer den jetzigen Preisanstieg als Beweis für das Gegenteil ansieht sollte vielleicht einmal darüber nachdenken wo der herrührt, es sind die niedrigen Zinsen.

Diese führen zur Inflationierung der Immobilienpreise, weil jeder meint er könne wenn das Geld billig ist sich eine Immobilie kaufen und die Banken unterstützen diesen Schwachsinn auch noch.

Die Käufer legen sich aber in der Regel keine Immobilie sondern ein Klumperrisiko mit steigendem Sanierungsbedarf und fallendem Wert zu.  Denn spätestens wenn die Schulden irgendwann mal weginflationiert sind werden in Europa die Zinsen anziehen und die Immobilienpreise wieder fallen.

Selbst wenn die Zinsen in Europa nicht anziehen, in den USA tun sie das und wenn dort in den nächsten Jahren die Rezession kommt, kriegt Europa den üblichen Schnupfen und der wird auch hier zu fallenden Immobilienpreisen führen auch ohne steigende Zinsen und die Rezession wird den Prozess noch beschleunigen.

Wer meint er würde seinen Kindern etwas gutes tun wenn sie im Einfamilienreihenhaus, auf einem Handtuchgrundstück mit 120 qm Wohnraum über 3 Etagen für mehr als 300.000 € aufwachsen, dem hat der Immobilienwahn das Hirn frittiert.

Sich für Jahrzehnte für eine gesichtslose Dackelgarage zu verschulden,um Wand an Wand mit Nachbarn zu wohnen die man sich niht aussuchen kann, ist aus meiner Sicht nicht Traum sondern Alptraum.

Wer sich unbedingt eine Immobilie zulegen will der sollte flüssig sein wenn die Preise fallen, dann macht kaufen auch irgendwann wieder Sinn.

Wer zur Miete wohnt sieht zwar sein Geld nicht wieder, kann aber jederzeit wenn die wirtschaftliche Lage es erfordert umziehen und sich anpassen, der Immobilienbesitzer muß, wenn soetwas notgedrungen ansteht, erhebliche Verluste hinnehmen.

Wer sich ein Mietshaus zulegt um Gewinn zu erzielen, sollte sich mal die Zahlen dazu zu Gemüte führen  wieviele Menschen mit solch einer Immobilie überhaupt eine positiven Ertrag , es sind erschreckend Wenige.

Die allerwenigsten erreichen damit, wenn überhaupt, die Rendite eines durchschnittlichen Aktienfonds z.B. auf den MSCI World, allerdings plus Ärger mit der Immobilie und den Mietern.

Hinzu kommt eine Immobilie ist nicht liquide sondern liquidierbar (im SInne von Zwangsveräußerung) und immobil.

Wer für eine selbstgenutzte Immobilie auf Familienurlaub verzichten und jeden Cent einzeln umdrehen muß der sollte die Finger davon lassen, denn die nächste Rezession kommt bestimmt und wer weiß schon ob man dann noch seinen Job behält und da sind ungeplante längere Krankheit oder sonstige Kamlitäten noch garnicht mit eingerechnet.

Die Bank wird auf persönliche Umstände im Zweifel eher keine Rücksicht nehmen. Banken und ihre Mitarbeiter sind nur solange höflich solange sie einen über den Tisch ziehen respektive auf ewig melken können, danach wird es ungemütlich.

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