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Softbanks Mobilfunktochter enttäuscht bei Börsendebüt

Mit der Mega-Platzierung treibt Milliardär Masayoshi Son die Neuausrichtung seines Imperiums voran. Das Telekommunikations-Geschäft gilt als die Geldmaschine Softbanks. Der bisher größte Börsengang enttäuscht jedoch.

Ich habe eine Shortposition in Softbank. Son sagt zwar das er nur eine seiner Beteiligungen verkaufen muß um schuldenfrei zu werden, dass ist aber nicht so einfach wie es klingt, zumal in Zeiten volatiler Börsen und tendenziell sinkender Kurse gerade im Techbereich.

Uber z.B. hat bisher nur bewiesen, dass man sich auf die produzierten Verluste verlassen kann. Alibaba wohl eine der wichtigsten Beteiligungen Sons ist derzeit mit einem KGV von 40 (aktuell nicht forward) nicht gerade ein Schnäppchen und hat mit einem Kurseinbruch von 206 auf aktuell ca. 140 US $ gerade ordentlich Federn gelassen.

Aus meiner Sicht ziehen gerade sehr viele dunkle Wolken über Sons Gemischtwarenladen auf. Der Börsengang scheint mir eher die Vermutung nahezulegen dass er gestern als heute Cash braucht.

Es ist aus meiner Sicht keine gute Idee in Zeiten weltweiter Konjunktureintrübung auf jeder Menge Schulden zu sitzen, insbesondere dann nicht wenn die „Sicherheiten“ für diese Schulden dem auf und ab der Börsen unterworfen oder wie im Falle von UBER, noch nicht einmal börsennotiert sind.

Wenn Son Schiffbruch erleidet trifft es wenigstens auch den saudiarabischen Schlächter.

Investment Punk – Gerald Hörhan – „Warum ihr schuftet und wir reich werden“ – YouTube

Schon was älter (2014) aber immer noch richtig, abgesehen von dem Immobilienteil. Inzwischen steigen die Immobilienpreise in den gehypten Regionen schneller als die Mieten und die Preise an sich sind dort jenseits von Gut und Böse.

Wenn ich mich recht entsinne galten für Herrn Hörhans Immobilienbesitz zum Zeitpunkt des Videos folgende Rahmendaten: 200 Objekte, finanziert auf 10 Jahre (steuerfreier Verkauf nach 10 Jahren), 20 % Eigenkapital.

Ich denke er sollte sich spätestens jetzt von diesen Immobilien trennen und die verhassten Steuern zahlen. Denn wenn die Blase an der Börse platzt fallen alle Assetpreise auch die von Immobilien und zwar unabhängig davon ob die Zinsen in Europa steigen. Bei einem so starken Fremdkapitalanteil wird ein abrutschen der Immobilienpreise um ca. 30% und zwar auch in Toplagen, zu den von ihm so blumig geschilderten Gesprächen mit den Banken führen.

D.h. aufhören wenns am schönsten ist.

Abgesehen davon ist diese einseitige Ausrichtung auf Immobilien ein erhebliches Klumpenrisiko.

Selbst in Toplagen dürften derzeit Immobilien eher niedrige Renditen im unteren einstellgiem Bereich erzielen. Dies verbunden mit Investitionskosten für Werterhalt und Ärger mit den Mietern halte ich für eher unattraktiv. Hinzu kommt die absolute Illiquidität dieser Anlage und der jederzeit mögliche staatliche Zugriff.

Solide Aktien schwanken zwar stärker bieten aber bei gleicher oder besserer Rendite deutlich weniger Aufwand, bei hoher Liquidität und im Zweifel schnellter Depotverlagerung ins Ausland.

Der einzige „Vorteil“ ist das Banken Immobilien höher beleihen und einem damit einen höheren Hebel über Fremdkapital zubilligen, weil Immobilien ja vermeindlich so sicher sind.

Dieser Hebel erlaubt einem neben Steuervorteilen auch mit leerem Beutel extrem große Sprünge zu machen.Wie eine Landung bei platzender Blase aussieht konnte man ja bei der Lehmannpleite sehr schön beobachten.

Die im Video gemachten Aussagen sind sehr plakativ, den meisten seiner Fans dürfte aber das notwendige Kapital für die entsprechenden Investitionen fehlen. Das man ein oder mehrere Ziele vor Augen haben und dies aufschreiben sollte halte ich für einen klugen Rat daraus alleine erwächst allerdings kein Wohlstand sondern nur aus der notwendigen Selbstdisziplin und der Fähigkeit mit den eigenen Fehlern und Verlusten auf dem Weg klar zu kommen.

Herr Hörhan hat sich sehr geschickt selbst als Marke aufgebaut, seine Investmentakademie bietet ihm einen stetigen netten Cashflow durch Abonennten, genauso wie seine Vorträge. Dieses Geschäftsmodell dürfte wohl mittelfristig eher das Ziel seine Bemühungen sein und
dann das mühselige Immobiliengeschäft ersetzen.

Dies ist für selbsternannte Investmentgurus ja nicht neu egal ob sie Daytrading oder Geldanlage propagieren.

Meine persönlichen Vorbilder sind aber eher Warren Buffett und Benjamin Graham. Das meiste von dem was Hörhan sagt ist ja nicht neu sondern seit Generationen bekannt, neu ist nur die Art wie er es und sich verkauft. Das ist vollkommen legititm seine Follower sollten sich aber darüber im klaren sein.

In ein ausgewogenes und damit langfristig stabiles Anlageportfolio gehört auch Gold. Womit Anleger ihren Goldanteil im Depot bestücken können.

Bei meiner ausgeprägt spekulativen Grundhaltung sind es natürlich Minenaktien, wer keinen Totalverlust in diesem Segment verschmerzen kann sollte davon allerdings die Finger lassen.

Pleitewelle bei Autozulieferern und Handel in Ostdeutschland erwartet – manager magazin

Hochkonjunktur und Niedrigzinsen haben jahrelang die Schwächen von vielen Unternehmen verdeckt. Im kommenden Jahr droht diesen „Zombie“-Firmen die Pleite, sagen Insolvenzverwalter voraus. Zwei Branchen und zwei Bundesländer sollen besonders betroffen sein.

Quelle: Pleitewelle bei Autozulieferern und Handel in Ostdeutschland erwartet – manager magazin

Urteil: Euro 6 bald von Diesel-Fahrverboten betroffen?

Ein EU-Gericht kippt einen Diesel-Kompromiss der EU-Kommission und öffnet damit nun die Tür für Fahrverbote auch für neuere Dieselfahrzeuge.

Die Lösung ist eigentlich relativ simpel, keinen Diesel mehr kaufen. Wer einen protzigen SUV fahren will sollte auf Benzin, Hybrid oder Elektro umsteigen und wer das Geld nicht hat so ein tonnenschweres Gefährt mit Benzin zu bewegen, sollte es nicht kaufen oder langsamer fahren.

Understatement ist ja eh ein Begriff der dem SUV Fahrer fremd ist.