Der nächste Crash kommt bestimmt

Der DAX hat sich seit  Lehmann verdreifacht, es also nicht die Frage ob der nächste Börsencrash kommt sondern wann. Auf die Frage wann gibts es keine Antwort. Sollte jemand die Antwort kennen ist er ein gemachter Mann. Denn die Kunst besteht darin sein angelegtes Geld rechtzeitig auf die sichere Seite zu bringen.

Was heißt sichere Seite ? Für mich ist das Bargeld in Hartwährung – also nicht Euro- um dann wenn die Kurse darnieder liegen sich mit Aktien von Unternehmen einzudecken, die ein beständiges Geschäftsmodell haben das regelmäßige Einnahmen garantiert – auch in Krisenzeiten – und die Dividende zahlen.

Für Menschen die sich das richtige Timing zutrauen, ist eine Strategie allerdings auch gegen den DAX zu wetten und zu shorten, was dann möglicherweise zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen kannn “ denn die Märkte können länger irrational bleiben als man selbst liquide “ (frei nach Keynes).

Wird man von einem massiven Kursrutsch erwischt, ohne vorher die Seite gewechselt zu haben, kann sich der Buchwert der eigenen AKtien schnell mal halbieren. Sollte es sich dabei aber um AKtien eines Unternehmens handeln das ein Geschäftsmodell hat das auch in der Krise funktioniert – ein Beispiel sind vielleicht Konsumgüterhersteller –  dann ist es möglicherweise schlau die Verluste nicht zu realisieren, sondern das Ganze auszusitzen und auf steigende Kurse zu warten.

Zu Aktien gibt es aus meiner Sicht zwar keine Alternative, aber wer lieber ruhig schläft muß sich das Geld dann eben unter die Matratze stopfen und dann im Zweifel damit leben das Nullzinsen und die Inflation das Vermögen schrumpfen.
Es ist wahr Aktienkursen können fallen und tun das auch und Aktiengesellschaften können pleite gehen. Die Pleite macht aber auch vor Staaten nicht halt und die Inflation trifft jeden Bürger und entwertet erspartes und Rentenansprüche.

Gegen die Pleite einzelner Unternehmen kann man sich wappnen indem man z.B. in Index Fonds investiert die einen möglichst breiten Markt abbilden am breitesten wahrscheinlich in den MSCI World . Buffet hat auf diese Weise eine Wette  gegen einen Hedgefondmanager gewonnen der mit aktiv gemangeter Geldanlage dagegen gesetzt hat, er hat allerdings den Standard and Poors genommen und nicht den MSCI World :

http://www.wiwo.de/finanzen/boerse/new-yorker-hedgefonds-warren-buffett-gewinnt-wette-deutlich/11094340.html

Hieran läßt sich voralledingen schön erkennen das die meisten aktiv gemanageten Fonds den Markt nicht schlagen können und zwar u.a. wegen der Gebühren die sie für ihre Arbeit in Rechnung stellen. Ein Grund warum sich immer mehr Menschen für Index Fonds entscheiden. Wobei Buffet einen Fonds mit sensationell niederigen Gebühren gefunden hat. Na ja gut, alles andere wäre für ihn ja peinlich.

Fazit : investieren in krisenresistente Unternehmen die Gewinne erwirtschaften und diese an ihre Aktionäre – möglichst schon seit Jahrzehnten – weitergeben. Das schützt nicht vor Verlusten sichert aber das überleben in stürmischer See.
Wers hinkriegt und auch den möglichen Totalverlust wegstecken kann , kann sich auch rechtzeitig gegen die Börse stellen bevor die Kurse einbrechen. Kann ich aber dem durchschnittlichem Anleger nicht empfehlen.

Wer ruhig schlafen will kauft wahrscheinlich eher den MSCI World, in unsicheren Zeiten möglichst noch über einen Sparplan bzw. mit festen Beträgen pro Monat um antizyklisch zu agieren.

Und wer sich garnicht um sein Geld kümmern will, läßt es auf einem nicht oder mickrig verzinsten Konto liegen in der Hoffnung das die Inflation nicht anzieht.

Im Übrigen gilt was der Volkswirt Meyer ja auch schon gesagt hat ,Tilgung kommt vor Vermögensbildung. Denn nur die wenigsten Unternehmen zahlen derzeit das was man als Kreditzinsen für einen Konsumentenkredit hinlegen muß als Dividende.

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