Tesla und SNAP

Tesla hat neue Quartalszahlen bekannt gegeben und Hurra ! es hat nur weniger Cash verbrannt als von den Analysten erwartet, nur 674 Millkonen Dollar !

Das ist allerdings wohl immer noch der höchste Verlust der Firmengeschichte. Wobei das natürlich relativ ist, denn es dürfte sich ja auch um einen der höchsten Umsätze der Firmengeschichte handeln, man müßte also den Verlust in Relation zum Umsatz setzen um eine
halbwegs aussagekräfitge Zahl zu bekommen.

Dem Kurs hat das natürlich, wie immer, nicht geschadet Verluste ist man bei Tesla ja seit der Gründung gewohnt.

Dieses Jahr wird wohl ein Schicksalsjahr für Tesla, denn die Konkurrenz wird wohl erstmals massiv am Horizont auftauchen und wenn man die Nachfrage der Kunden nicht bedienen kann könnte dies unangenehme Auswirkungen auf den Absatz haben.Könnte also sein das Tesla sein Produktionsziel garnicht mehr erreichen muß weil die Konkurrenz die Lücke füllt.

Meine Wetter gegen Tesla immer noch 50% im Minus, gegen schwachsinnige Aktionäre zu wetten kann hart sein.

SNAP . Ich war ja immer sehr laut gegen SNAP positioniert, auch hier gilt wie für Tesla weniger schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten. SNAP hat den Umsatz gesteigert und der Verlust geringer ausgefallen als erwartet. SNAP ist damit immer noch weit davon entfernt profitabel zu sein, aber der AKtie hat es einen Tagesgewinn von knapp 50% beschert.
Habe ich deswegen Unrecht ? Das Jahr ist noch lang.

Sowohl die Bewertung von Tesla als auch von SNAP zeigt wie irrational an der Börse derzeit aggiert wird, hier werden nicht Fakten sondern Fiktionen gehandelt.
Es auch zu sehen welchen großen Einfluß die Vorhersagen von Analysten auf die Bewertung haben, setzt man wie im Fall Tesla, die Erwartungen so unterirdisch falsch tief an, dass ein defizitäres Unternehmen wie Tesla kein Mühe hat diese zu schlagen, dann gilt dies schon als „Erfolg“.

Ich halte sowas für vollkommen absurd.

Ich bin mal gespannt was die Spinoffs von Rocket Internet so abliefern auch dort war ich ja sehr lautt skeptisch.

Vor Zuversicht wird gewarnt | NZZ

Wenn die meisten Strategen auf Aktien setzen und auch langjährige Pessimisten die Meinung ändern, entsteht ein grosses Problem: Es gibt kaum noch Investoren, die über den Lauf des Jahres ihr Engagement in Dividendentitel erhöhen.

Quelle: Vor Zuversicht wird gewarnt | NZZ

Die Aktien die ich bevorzuge haben derzeit ein KGV von maximal 12. Sie steigen nicht weil die Börse so geil auf FAANG ist, ich kann damit leben. Alle anderen werden derzeit virtuell „reicher“ während ich auf dem gleichen Niveau verharre bzw. virtuell etwas verliere.

Wenn ich mich in 2 Jahren mit den derzeit superreichen Amazonaktionären unterhalten darf, werden wir sehen wer ohne Hose geschwommen ist.

Kursrutsch an der Börse: Mit Factor Investing im Abschwung Verluste vermeiden – manager magazin

Die neue Geldanlagemethode soll Investoren vor einem bösen Erwachen im nächsten Crash bewahren – ohne bis dahin auf Rendite zu verzichten. Ist das realistisch?

Quelle: Kursrutsch an der Börse: Mit Factor Investing im Abschwung Verluste vermeiden – manager magazin

Ich beschäftige mich nicht mit Factor Investing, die stellen in dem Artikel die sich mit Amazon, Netflix und Tesla auseinandersetzen kann ich nur voll unterschreiben.

Unter dem Problem das die Teslajünger mit ihrem schwachsinnigen Kaufrausch die Aktie auf absurden Niveaus halten kämpfe ich auch gerade. Will man nicht physisch short gehen läuft einem irgendwann die Zeit davon.

Musks Vertragserneuerung bei Tesla ist im Prinzip eine doppelte Finte, zum einen kann er sagen er glaubt an Tesla und die absurden Bewertungsgrundlagen für seine Erfolgsboni und gibt damit seinen Jüngern Hoffnung, zum anderen wenn er Tesla vor die Wand fährt, kann er behaupten selber ja nicht bezahlt worden zu sein und Verluste zu „erleiden“, wobei da auch noch ein paar Millarden für ihn übrig bleiben werden.

Die „Aktionäre“ von Tesla werden bei den nächsten Quartalszahlen auch noch nach dem kleinsten Strohhalm greifen um die absurde Bewertung der Aktie weiter aufrecht zu erhalten. Mal sehen wieviel Interpretationsspielraum die Zahlen lassen werden, ich rechne im weiteren Jahresverlauf mit Kapitalbedarf bei Tesla.

Starkes Weihnachtsgeschäft: Amazon steigert Gewinn deutlich

Der Boom im Internethandel und das Wachstum seines Cloud-Geschäfts haben Amazon im Weihnachtsquartal zu einem Umsatzsprung verholfen. Aber auch die Steuerreform schlägt sich in den Zahlen nieder.

Quelle: Starkes Weihnachtsgeschäft: Amazon steigert Gewinn deutlich

Mir ist der Hype um diesen Umsatzgiganten und Gewinnzwerg ein absolutes Rätsel.

Amazon ist ein Durchlauferhitzer für Geld und mit einem KGV von 364 vollkommen irrational bewertet.

Klar Amazon wächst u.a. durch zugekauften Umsatz mit z.B. der Foodkette und zum Teil auch im Cloudbereich dem einzig lukrativem Geschäftsteil von Amazon.

Das der „Gewinnsprung“ von absolut lächerlich auf ganz wenig weniger absolut lächerlich zu einem Löwenanteil auf die Steuerreform zurückzuführen ist fällt offensichtlich kaum jemand auf.

Kaum sind die Quartalszahlen raus hauen die „Analysten“ neue irrsinnige Kursziele zwischen 1400 und 1800 Dollar raus.
SInd diese zu erreichen ? Klar, es scheint noch genug Idioten zu geben die diese Aktie zu diesem Kurs kaufen wollen.

Amazon ist die Bitcoinblase der Techaktien. Auch wenn alle betonen wie toll anders es diesmal ist im Vergleich zu 2000, das ist in den Teilen die die Techfirmen mit einem KGV von 30 und  satten Gewinnen betreffen auch nicht verkehrt, allerdings sind auch hier die Bewertungen schon jenseits von billig respektive Kaufkursen.

Amazon ist überwiegend ein Hardwarehändler mit „Gewinnen“ die nur mit der Lupe zu erkennen sind, nicht aber auch rein garnichts rechtfertigt diese Börsenbewertung.

Die Aktie befindet sich schon seit Jahren im greater fool modus, man braucht um Gewinne einzustreichen einen größeren Idioten der einem die Aktie abkauft.

Die „Aktionäre“ verhalten sich wie Jemand der im 100sten Stock aus dem Hochhaus springt und sich im 30 Stock darüber freut das alles in Ordnung ist.