Über Aktientipps

Rocket Internet steht Investitionen an jungen Unternehmen der digitalen Wirtschaft, gerade schaffte es die Beteiligung Home24 fulminant an die Börse. Doch das Mutter-Unternehmen ist sogar ein noch besseres Investment.

Der Tip hier ist aus der WIwo online und man kann ihn sich auch direkt sparen. Nun bin ich den Samwerbrüdern wie man weiß nicht wohlgesonnen, was daran liegt das ich keinen Wert in dem erkenne was die so fabrizieren.

Da der Artikel im Bezahlbereich der wiwo liegt und ich nur den ersten Absatz lesen kann, schon mal der Verweis darauf dass schon hier geschummelt wird dass sich die Balken biegen.

Und zwar hier mit der Behauptung die Aktie liege 30% im Plus, das stimmt und liest sich erstmal phänomenal, wer weiter denkt sieht sich den Betrachtungszeitraum an. Der ist nicht angegeben, die Aussage wird aber nur für die letzten 52 Wochen wahr.

Bezogen auf die Zeit direkt nach dem IPO, liegt der derzeitige Kurs mehr als 50% unter dem damaligen Einstandskurs von ca. 55 €. Aktionäre solider Firmen könnten sich vielleicht mit Dividende trösten, die gibt es aber bei Rocket nicht.

Betrachtet man den Kursverlauf der Aktie im Vergleich mit den gängigen Aktienindizes so fällt auf, dass Rocket tatsächlich in dem Zeitraum der letzten 6 Monate besser gelaufen ist als die meisten Indizes, was am ehesten an den im letztem und diesem Jahr durchgeführten IPO s liegt.

Von denen alle Versprechen irgendwann Gewinn zu machen, aber keines einen vorzuweisen hat. Selbst die Vorzeigegeschichte Zalando krebst an der Profitabilitätsgrenze entlang.

Die Masche der Samwers, besser gut geklaut als schlecht selber gemacht, funktioniert also nicht. Die Firmen die die auf den Markt gebracht haben sind allesamt im Konsumbereich unterwegs und sollten eigentlich in Zeiten der Hochkonjunktur und dicken Brieftaschen Geld abwerfen, tun sie aber nicht so dass sie spätestens die nächste Rezession dahinraffen wird.

Da ich den Rest dieses tollen Aktientips nicht kenne, vermute ich mal er spielt auf die super Chancen an die angeblich in dem restlichen Sammelsurium im Samwerreich schlummern, da halte ich auch nichts von, denn die Samwers können noch nicht mal gut klauen und schlecht selber machen erst recht nicht.

Der Cashflow ist bis 2017 negativ gewesen und der Buchwert pro Aktie ist abhängig von der Berwertung der Beteiligungen. Die Beteiligungen der Samwers die jüngst an die Börse gegangen sind, sind derzeit noch positiv berwertet, weil die Aktionäre genau wie bei Musk, den Versprechungen des Vorstandes glauben. Mal sehen was passiert wenn der, wovon ich ausgehe, nicht liefern kann.

Im Gegensatz zu den Googles und Facebooks dieser Welt fußt das Geschäftsmodel der Samwers auf analogen Produkten, die in direkter Konkurrenz zu bereits existierenden Firmen vor Ort stehen. Es wäre somit eher mit Amazon zu vergleichen, dass im Übrigen gemessen an der Marktkapitalisierung um das 220 fache größer ist.

Von Amazon halte ich ja bekanntlich auch nichts, weil das im Prinzip ein defizitäres Warenhaus mit angehängtem Cloudservice ist, der mehr zum Gewinn beiträgt als die restlichen 90% der Firma.

Die Samwers sind also um das 220fache kleiner als Amazon, minus Cloudservice und kriegen bestenfals eine schwarze Null hin. Klingt für mich nach einem beschissenen Investment.

Aber hey, wer gerne sein Geld da reinstecken will bitte, wir werden ja Ende diesen Anfang nächsten Jahres sehen wohin das geführt hat.

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