Überschuldung und Verbraucherinsolvenz

Es gibt viele Gründe für Überschuldung, man hat mehr ausgegeben als man eingenommen hat,

jemand der einem viel Geld schuldet ist pleite gegangen, oder plötzlicher Jobverlust etc. pp.

Überschuldung nimmt einem jeglichen Handlungsspielraum, sie ist frustrierend weil es

sich ständig um Geld dreht und zwar um dass das man nicht hat. Auseinandersetzungen mit

den Gläubigern etc. pp.

Für den Verbraucher gibt es bei Überschuldung die Möglichkeit der Verbraucherinsolvenz.

Das Verfahren ist anstrengend und man  hat für im ungünstigsten Fall  9-10  Jahre s.u. einen

Schufaeintrag der die Kreditwürdigkeit auf null senkt.

Der  Schufaeintrag wird nämlich nicht mit der Restschuldbefreiung  sondern erst frühestens

3 Jahre danach gelöscht.  weil die Restschuldbefreiung mit dem Zeitpunkt der Tilgung der

Schuld gleichgesetzt wird.

Die Löschung des entsprechenden Eintrages der Schufa kann sogar noch ein Jahr

länger dauern, denn die Restschuldbefreiung ist zwar rechtskräftig bei Verkündung,

das Problem ist nur , das bis zu einem Jahr nach Erteilung der Restschuldbefreiung diese

aufgehoben werden kann fals herauskommt, dass man während der Jahre davor in irgendeiner

Form betrogen hat.

Verbraucherkonkurs bedeutet also im ungünstigsten Fall  9- 10 Jahre null

Kreditwürdigkeit.

Und damit meine ich man bekommt noch nicht einmal einen Kleinkredit zum Kauf einer

Matratze oder einer Waschmaschine. Man bekommt schlicht garkeinen

Kredit !.

Im Übrigen es gibt keinen Kredit ohne Schufa ! Alles andere ist Betrug

oder Abzocke also garnicht erst versuchen !

Verbraucherinsolvenz bedeutet auch bis zu 6 Jahre unter Aufsicht eines Insolvenzverwalters

leben und alles an Einkommen an die Gläubiger abgeben das über dem Selbstbehalt liegt.

Ob ein Insolvenzverfahren zu diesen Bedingungen Sinn macht muß jeder selbst

entscheiden.

Ich denke wenn die Rückzahlung der Überschuldung, bei maximaler finanzieller

Kraftanstrengung, deutlich länger als das Insolvenzverfahren, genauer der damit verbundene

Schufaeintrag dauern würde, dann sollte man über eine Verbraucherinsolvenz

ernsthaft nachdenken.

Leichtfertig sollte man eine solche Entscheidung allerdings nicht

treffen denn das ganze erfordert eine Menge Energie und Disziplin . Auch ist die

Anzahl der Verfahren die man im Leben absolvieren kann begrenzt.

Und um nicht mißverstanden zu werden, Ziel ist nicht danach wieder Kredite

aufzunehmen, sondern nach Möglichkeit nach der Verbraucherinsolvenz nie wieder einen

Kredit aufzunehmen. Ausgenommen vielleicht einen Kleinkredit für eine Waschmaschine oder

ähnliches.

Ein Vorteil des steinigen Weges des Insolvenzverfahrens ist, dass man

einen erheblichen Teil der den Alltag bestimmenden Last, der Angst

vor den Gläubigern verliert und unter klaren Regeln für alle Seiten

das Ganze  abwickeln kann.

Und fals einer auf die bescheuerte Idee kommt man könne sich danach ja einfach

wieder verschulden und das Spiel von vorne beginnen , die Anzahl möglicher

Insolvenzverfahren ist begrenzt. Mal abgesehen davon sind es bis zu  10 Jahre eines

Menschenlebens die einem schlicht fehlen um sich von einer Überschuldung

auf diese Art zu befreien.

Link zum Verbraucherinsolvenzverfahren unter den Weblinks.

 

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